405. Bernemer Kerb 10. – 15. August 2012 in Bornheim

Mit „Kerwebaum“, „Gickelschmiss“ und „Lisbethverbrennung“ veranstaltet der Stadtteil Bornheim vom 10. bis 15. August 2012 die traditionellste Kerb Frankfurts.

Die Bernemer Kerb, ursprünglich das Bornheimer Kirchweihfest, gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Frankfurter Festen und wird seit 1608 gefeiert. 2012 feiern die Bornheimer dieses Ereignis zum 405. Mal.

Während des ganzen Festes entlang der Oberen Bergerstraße gibt es Live-Musik, Frankfurter Spezialitäten und geselliges Beisammensein. Nachdem am Freitag die Kerb in den Gaststätten Bornheims eingeläutet wird, holen die Bornheimer am Samstag den Kerwebaum aus dem Enkheimer Wald und stellen ihn auf den Festplatz auf. Anschließend findet der großer Festzug durch die Straßen Bornheims statt und die feierliche Eröffnung der Kerb

Aufstellen Kerwebaum am Samstag am Festplatz

Aufstellen Kerwebaum am Samstag am Festplatz © Bernemer Kerwe Gesellschaft 1932 e.V.

Ein weiterer Höhepunkt ist der „Bernemer Mittwoch“, der letzte Festtag der Bernemer Kerb. Nach alter Tradition findet abends der „Gickelschmiss“ (das Hahnenschlagen) statt, ein amüsantes Spektakel, bei dem die Teilnehmer mit verbundenen Augen und mit Hilfe eines Dreschflegels nach einem „Dippe“ (Tontopf) schlagen müssen. Wer den Topf zerschlägt, bekommt als Preis einen lebenden Hahn. Mit der nachfolgenden „Lisbethverbrennung“ wird feierlich das Ende der Kerb kundgetan. Die Lisbeth, eine Puppe, die als Schutzpatronin hoch oben auf dem Kerwebaum festgebunden war und die ganze Zeit über das Fest wachte, wird nun symbolisch verbrannt. Vergleichbar ist dieses Ritual mit der Beerdigung des Prinzen Karneval. Aber keine Sorge, nach einem Jahr sitzt die Lisbeth wieder putzmunter auf ihrem Thron und bringt der Kerb erneutes Glück.

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